Planeten |
Merkur
Merkur ist der innerste Planet des
Sonnensystems und wegen seiner
Sonnennähe oft eine Herausfor-
derung für den Beobachter. Details
sind kaum auszumachen, in der
Regel lediglich die Phasengestalt.
Bei ausreichend ruhiger Luft hat
man mit einer Webcam oder CCD-
Kamera gute Chancen, vor allem
im Infrarot einige Details sichtbar
zu machen.
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Venus
Die Venus ist fast genauso groß
wie unsere Erde. Sie ist jedoch
komplett von einer dichten Wol-
kendecke umhüllt. Sehr schön
kann man die Veränderung der
Phasengestalt beobachten.
Eine CCD-Kamera bietet zusam-
men mit Filtern die Möglichkeit,
die Venus im wahrsten Sinne in
einem anderen Licht zu sehen.
Geht man mit einem entsprechen-
den Filter in den richtigen Wellen-
längenbereich, bekommen die
Wolken auf einmal Strukturen.
Dies ist der Fall, wenn man einen
Filter für das nahe UV verwendet.
Ein photometrischer U-Filter eignet
sich hervorragend dafür. Zwischen
~ 300 und 390 nm Wellenlänge
lassen sich Veränderungen in der
Wolkenstruktur verfolgen.
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Mars
Der Mars ist, von der Sonne aus
gesehen, der vierte Planet in
unserem Sonnensystem. Er zählt
zu den erdähnlichen (terrestrisch-
en) Planeten. Aufgrund seiner
(blut)roten Farbe wurde er nach
dem römischen Kriegsgott Mars
benannt und wird oft auch als der
Rote Planet bezeichnet.
Der Amateur kann hier einige interessante Dinge
beobachten. Mars hat ein aktives, wenn auch nicht sehr ausgeprägtes Wetter-
geschehen. Es lassen sich viele saisonale Veränderungen beob-
achten, wie zum Beispiel die im
jahreszeitlichen Rythmus schmel-
zenden und anwachsenden Pol-
kappen. Auch Sandstürme können
gesehen werden, die sogar ein
globales Ausmaß haben können.
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Jupiter und seine Monde
Jupiter ist der größte Planet des Sonnensystems und bei der Beob- achtung gibt es zahlreiche Details in der Atmosphäre zu entdecken. Das Spiel seiner vier großen Monde ist ebenfalls interessant!
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Saturn
Zweitgrößter Planet in unserem
Sonnensystem und ein imposan-
tes Ringsystem. Auch lassen sich
Details in der Atmosphäre gut ab-
bilden. Zudem können eine ganze
Reihe Monde beobachtet werden.
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Uranus
Uranus ist mit einer Helligkeit um
6 mag bei einem sehr dunklen
Himmel für das bloße Auge erfassbar. Mit einer CCD-Kamera lassen sich einige seiner Mond identifizieren.
Neptun
Neptun ist der äußerste Gasriese und mit einer Helligkeit um 8 mag nicht mit dem bloßen Auge erkennbar. Mit einer CCD-Kamera kann der kleine blaue mit seinem größten Mond Triton beobachtet werden.
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Mond |
Die wandelnde Phasengestalt unseres Erdtrabanten
erzeugt unterschiedliche Erscheinungs-bilder. Dabei hüllt
das Schatten-spiel die Mondlandschaften in harte hell/dunkel-Kontraste und gibt den Formationen und Kratern
mehr Tiefe, als sie eigentlich besitzen, enthüllt gleichzeitig aber feine Details, die unter normalen Beleuchtungsverhältnissen nicht sichtbar sind.
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Monddetails
Hier gehe ich auf spezielle For-
mationen oder Krater ein. Denn
der Mond bietet eine Vielzahl
unterschiedlichster Strukturen -
große Graben, Rillen, Bergketten
und natürlich die vielen Krater.
Bei sehr gutem Seeing lassen sich
immerhin Strukturen von ein bis
zwei Kilometer Größe abbilden,
man bedenke, auf einer Enfern-
ung von rund 400.000 Kilometer!
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Mondfinsternisse
Eine Mondfinsternis ist, sofern die
Bedingungen stimmen ein sehr
farbenprächtiges und stimmungs-
volles Ereignis.
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Sonne |
Unser zentrales Gestirn lässt sich auf verschiedene Arten beobachten:
Bei der Weißlichtfotografie werden alle Wellenlängen
(ungefähr) gleichermaßen gedämpft. Damit lassen sich
Sonnenflecken und Granulation, sowie Fackelgebiete
hervorragend beobachten und fotografieren.
Bei der Ha-Beobachtung beschränkt man sich auf eine
Wellenlänge. Die intensivste Spektrallinie im sichtbaren
Bereich des solaren Absorptionspektrums ist die des
neutralen Wasserstoffs, H-Alpha-Linie genannt. Ihre
Wellenlänge ist 656,3 Nanometer. Die bei dieser
Wellenlänge von der Sonne emittierte Energie kommt
aus der Chromosphäre.
Ein H-alpha-Filter zeigt hochenergetische Vorgänge in der Chromosphäre.
Dazu gehören Flecken, Fackeln, Flares, Filamente, Granulen, Spiculen und
Protuberanzen. Wegen der großen Vielfalt ist dies ein besonders
interessanter Bereich.
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Sonnenfinsternisse
Sonnenfinsternisse gehören zu den beeindruckendsten
Naturschauspielen, insbesondere totale Finsternisse.
Wer solche Ereignisse regelmäßig beobachten will,
muss jedoch um die Welt reisen...
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Künstliche Satelliten der Erde |
Satelliten
Es kommt vor, dass man nachts "fliegende Sterne" sieht: Satelliten. In einer Höhe, wo die kleinen Objekte noch Sonnenlicht ab bekommen, ziehen sie ihre Bahn.
Bei 2000 bis 3000 Satelliten in Umlaufbahnen, ohne den Weltraumschrott mit zu zählen, ist es auch keine Seltenheit mehr, am Nachthimmel ein solches Objekt zu sehen.
Mit Weltraumschrott kommt man sicherlich auf die dreifache Zahl...
Die Internationale Raumstation kann mit Amateurteleskopen beobachtet und fotografiert werden!
Auch ich habe einige Versuche dazu unternommen,
recht gut lassen sich einzelne Details, wie Module,
Solarsegel und andere Aufbauten erkennen.
Geostationäre Satelliten stehen für einen spezifischen Ort auf der Erde immer am selben Punkt am Himmel. Bei der Fotografie oder Beobachtung schaltet man daher die Nachführung ab.
Man kann dann einen oder mehrere stillstehende Sternchen beobachten, während alle anderen Sterne durch das Gesichtsfeld wandern.
Darüber hinaus kann man bei Clustern, also Satellitengruppen, oft schon nach
etwa 15 Minuten Eigenbewegungen feststellen, die der Stabilisierung der
Bahnlage dienen.
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Deep Sky |
Sternhaufen
Als offene Sternhaufen (oder galaktische Haufen) werden Ansammlungen von etwa 20 bis zu einigen Tausend Sternen bezeichnet, deren Konzentration im Haufenzentrum relativ gering ist. Doch heben sie sich deutlich vom Sternhintergrund ab. Engere Ansammlungen werden als Kugelsternhaufen bezeichnet.
Kugelsternhaufen
Als Kugelsternhaufen bezeichnet man gravitativ gebundene, und damit zusammengehörige Ansammlungen mit bis zu einigen hunderttausend oder Millionen Sternen, deren Konzentration zum Haufenzentrum hin stark ansteigt. Sie befinden sich in einer kugelförmigen Umgebung von Galaxien, dem Halo.
Emissionsnebel
Als Emissionsnebel (lat. emittere, »aussenden«) werden in der Astronomie Wolken interstellaren Gases (Nebel) bezeichnet, die selbst Licht in verschiedensten Farben emittieren. Damit unterscheiden sie sich von Reflexionsnebeln, die lediglich eingestrahltes Licht reflektieren.
Reflexionsnebel
Mit Reflexionsnebel bezeichnet man in der Astronomie Wolken interstellaren Staubs (Nebel), die das Licht eines oder mehrerer benachbarter Sterne reflektieren. Die Sterne sind dabei nicht heiß genug, um das Material zu ionisieren, wie dies bei Emissionsnebeln der Fall ist, bewirken also kein Eigenleuchten des Nebels.
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Verschiedenes |
In dieser Sektion finden sich alle möglich Aufnahmen, die sonst nicht so richtig in eine Kategorie passen.
Dazu gehören zum Beispiel Planetenkonstellationen, Sternfeld-Aufnahmen, Streifenaufnahmen und Beobachtungsorte.
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© 2008 Mario Weigand
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